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Aktuell

Wiederaufnahme

Strategien begrenzter Beunruhigung für ein weiterhin beruhigtes Leben
21.5. | 20 Uhr

Der Künstler Malte Scholz kommt nach drei Tagen Harz-Urlaub zurück nach Frankfurt. Unbekannte sind in sein Atelier eingedrungen und haben eine Serie von Selbstportraits schwarz übermalt. Er findet ein anonymes Bekennerschreiben, das die Tat zu begründen versucht. Der Künstler verständigt die Polizei, diese kann aber keine Einbruchsspuren feststellen. Stattdessen setzt sie den Fall in Verbindung mit der Brandstiftung in einem hessischen Sägewerk, zu der sich die Identitäre Bewegung, eine neurechte Gruppierung, bekannt hat.
Nachdem sich dieses Bekenntnis als Fälschung erweist, stellt die Polizei die Ermittlungen ein. Auf eigene Faust ermittelt der Künstler weiter. Die Begegnung mit einem rechtsextremen Maler aus Chemnitz und einem ähnlichen Fall an der Kunstakademie Wien in den 90er Jahren zwingt ihn, das Verhältnis von Kunst und Politik in seiner Arbeit zu hinterfragen.
Wer übermalte den Übermaler?

Regie: Daniel Schauf | Dramaturgie: Julia Schade | Performance: Malte Scholz, Philipp Scholtysik, Bettina Földesi u.a. | Video: Jonas Alsleben | Produktionsleitung: Toni Müßgens | Assistenz: Anja Schneidereit

Eine Drittmittel Produktion in Zusammenarbeit mit studioNAXOS.
www.drittmittelproduktionen.de

 

Buchvorstellung

WO STEHTS DU?
Buchreleaseparty
21.5. | 17 Uhr

Was ist das „ein Haus“? Und was ist ein Zu-hause? Und was ist eine Stadt? Kann eine Stadt als eine Ansammlung von temporären und festen Zuhausen gesehen werden? Können wir von Stadt als Wohnung sprechen? Und was bedeutet es, wenn im Grundgesetz unter Artikel 13 steht, die Wohnung sei “unverletzlich”? Und was bedeutet es, wenn knapp darunter, in Artikel 14 “Eigentum verpflichtet” steht. Wozu?
Dieses Buch ist eine Hommage an die Stadt Frankfurt, eine Stadt für die es ca. 2 Jahre braucht, um sie zu lieben. Und es ist ein Appell an das Potential, das in dieser Stadt schlummert. Eine Stadt, die unter vielen anderen Dingen Anfang des letzten Jahrhunderts unseren Blick auf das Wohnen revolutioniert hat.
Das Buch funktioniert wie ein sehr langer Spaziergang, wie eine Übungsanleitung im Flanieren. Für Walter Benjamin ist Flanieren “physisch praktiziertes Lesen, Erinnern. Unterm Schlendern wird der harte Asphalt der Stadt doppelbödig und hallt wider.”
Eleonora Herder, Alla Poppersoni, Maria Isabel Hagen und Anna Sukhova präsentieren ihr Buch „Wo stehst du?“. Interessierte Frankfurter*innen sind eingeladen vorbeizukommen, ein Glas Wein zu genießen und sich direkt ein Exemplar mitzunehmen, um damit spazieren zu gehen.

Von: Eleonora Herder, Anna Sukhova, Maria Isabel Hagen, Alla Poppersoni Redation | Texte: Eleonora Herder | Produktion: Maria Isabel Hagen | Layout und Grafikgesign: Anna Sukhova | Videodesign und Fotografie: Alla Poppersoni | Sounddesign: Jan Mech | Dramaturgie: Annegret Schlegel

Gefördert durch: Kulturamt Frankfurt, Aurasma

 

studioNAXOS unterwegs

Der 10. Juni 2016
eingeladen zum Körber Studio Junge Regie 2016
Ort: Thalia in der Gaußstraße, Hamburg (Karten hier)
10.6. | 19.45 Uhr

Ein Tag ist zu Ende, wenn um 20 Uhr die Tagesschau beginnt, die älteste und beliebteste Soap des deutschen Fernsehens. Zur selben Zeit beginnt auch die Video-Techno-Oper Der 10. Juni 2016, die die Ereignisse des Tages im Spiegel der Nachrichtensendung inszeniert. Die Tagesschau wird live aufgeführt und konfrontiert mit dem Tag eines Einzelnen, der zu den Weltereignissen in Beziehung gesetzt wird. Eine Person gegen die Weltbevölkerung. Eine Stadt in der Welt. Und am Ende das Wetter.

Regie: Jan Philipp Stange | Musik: Charlotte Simon, Benjamin Bascom | Stimme: Jonathan Penca | Dramaturgie: Heiko Stubenrauch | Video: Jakob Engel | Kamera: Daniel Degeest | Bühne: Josephine Hans, Nils Wildegans | Produktion: Julia Straßer | Transkription: Werner Schneider

Ein Studienprojekt der HfMDK Frankfurt in Zusammenarbeit mit studioNAXOS.
Gefördert vom Kulturamt Frankfurt.

 

studioNAXOS eine neue Produktion

Muttersprache מאַמע-לאָשן
16.6. | 19 Uhr
17.6. | 19 Uhr

Lin, Clara, Rahel. Grußmutter, Mutter, Enkeltochter. Drei Generationen und dazwischen das Vergangene, das nicht vergangen ist und eine Liebe, die immer eine Zumutung bleibt. Zwischen Emanzipation und Restauration, völliger Assimilation und Rückkehr zu einer verdrängten und zugeschütteten Identität, suchen die Frauen nach einem Wort für sich. Frau? Jüdin? Kommunistin? Deutsche? Atheistin? Lipstick Lesbian? Kosmopolitin? Eine Begegnung, die so nie stattfand. Eine Familie, in der Widersprüche Hoffnungen sind.

Mit: Sophie Pfennigstorf, Annemarie Falkenhain, Gabriele Nickolmann | Regie: Carolin Millner | Text: Sasha Marianna Salzmanns Muttersprache Mameloschn | Dramaturgie: Tatjana Kijaniza | Bühne: Nils Wildegans | Kostüm: Maylin Habig | Bühnenbildassistenz: Liselotte Herms | Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main

Gefördert durch die maeceniaStiftung.

www.caromillner.com